In dem gar nicht so weit entfernten, magischen Land namens Tarakona bricht für die quirligen Elementdrachen Safiras ein ganz besonderer Tag an. Alle 100 Jahre erscheint ein großer, golden glänzender Phönix am Horizont. Er bringt den Safiras schimmernde Dracheneier, die er in einem großen Nest nahe beim Funkelsteinschloss ablegt. Damit die Babydrachen schlüpfen können brauchen die Eier besondere Pflege. Erd-, Wasser-, Luft-, und Feuerdracheneier müssen unterschiedlich versorgt werden. Das Wichtigste für alle Eier sind jedoch warme Sonnenstrahlen. Als die Zeit zum Schlüpfen gekommen ist, werden die Eier von den Safiras poliert, geschmückt und im Halbkreis aufgestellt. Prinzessin Tara tritt nach vorn und beginnt den magischen Spruch zum Öffnen der Eier aufzusagen:

Magische Eier, vom Phönix gebracht
Im Schutz der Elemente am Ende der Nacht.
Gewartet hab ihr lange voll Wonne,
Unter den warmen Strahlen von Tarakonas Sonne.
Feuer, Wasser, Erde, Luft sind bereit
Ihr süßen Babys – Schlüpfenszeit!

Als nichts passiert, werden die Safiras unruhig. Albert der Weise schaut im großen Buch Tarakonas nach, aber Taras Spruch war fehlerfrei. Doch auch Taras zweiter Versuch bleibt ergebnislos. Die Babysafiras wollen nicht schlüpfen.

Als Tara auffällt, dass der Himmel voller Wolken hängt, gibt sie den Luftdrachen die Schuld daran, dass die Eier nicht genug Sonne bekommen haben. Diese lassen den Vorwurf natürlich nicht auf sich sitzen und schon bald streiten alle Safiras miteinander. Jeder gibt den anderen die Schuld. Tara steht wütend dabei. Sie hatte sich so auf ihre große Aufgabe gefreut und nun haben ihr die anderen den Tag verdorben. Doch Albert der Weise erinnert sie daran, dass sie als Prinzessin besonnen sein muss und keinen Unfrieden stiften darf. Zerknirscht macht sich Tara auf die Suche nach der Ursache für die Wolken. Zweimal verzweifelt sie fast an ihrer Aufgabe. Durch die Hilfe freundlicher Tiere führt sie ihr Weg schließlich auf der Spur verdächtiger Fledermäuse ins Nachtgebirge.

Dort stößt sie auf den Nachtdrachen Mareon, der am helllichten Tag ein Bad in einem Bach nimmt. Er ist nicht erfreut sie zu sehen und Tara findet auch schnell heraus warum. Mareon ist verantwortlich für die dunklen Wolken und die missglückte Eierzeremonie. Weil er keine Lust mehr hatte, sich den ganzen Tag vor der Sonne zu verstecken, die ihm auf der Haut und in den Augen brennt hat er zusammen mit den Fledermäusen die dunkelsten Wolken Tarakonas gesammelt. Als die wütende Tara Mareon erzählt, was er damit angerichtet hat ist er entsetzt und muss nicht lange überredet werden, die Wolken wieder zu entfernen.

Als Tara zu ihren Freunden zurückkommt, entschuldigt sie sich zuerst für ihre vorschnellen Anschuldigungen und den Unfrieden, den sie damit gestiftet hat. Ein paar sonnige Tage später ist alles bereit für einen neuen Schlüpfversuch und diesmal klappt es. Unter leisem Knacken brechen die Eierschalen auf und das große Nest ist voller niedlicher Babydrachen. Auch auf Tara und Draki wartet ein Wunder. Der Phönix hat ihnen eine Babyprinzessin mit goldenem Krönchen mitgebracht. Mit ihrem süßen Lachen ist Kira sofort der neue Liebling aller Safiras. Vor Freude beschließen Tara und Draki ein Fest zu feiern, zu dem alle Drachenbabys eingeladen sind. Dieses Fest ist gleichzeitig das erste Geburtstagsfest der Babydrachen, denn ein ganzes Jahr haben sie in ihren Eiern verbracht und auf das Schlüpfen gewartet. Alle Safiras helfen bei den Vorbereitungen mit und die erfahrene Goldschmiedin Nanami bastelt zusammen mit Kira ein goldenes Krönchen für jedes Drachenbaby.

Tara hat Mareon nicht vergessen. Er hat zwar eine große Dummheit begangen, aber er wollte mit seinem Plan niemandem Schaden zufügen. Sie berät sich mit ihren Freunden und die Luftdrachen haben eine Idee. Mareon bekommt eine eigene kleine, magische Wolke, die immer über ihm schwebt, wenn er tagsüber seine Höhle verlassen möchte. So bewegt er sich immer im Schatten und der Rest Tarakonas kann die Sonne genießen. Wieder einmal ist alles gut gegangen in Tarakona.